Was sind AK-Wahlen?

Die Arbeiterkammer ist in erster Linie für ihre Serviceleistungen bekannt. Kaum eine/r der nicht schon die Leistungen der Arbeiterkammern in der einen oder anderen Form in Anspruch genommen hat: Die AK berät in arbeits-, sozial- und steuerrechtlichen Fragen und leistet wertvolle Arbeit im Bereich des KonsumentInnenschutzes.

AK ist allerdings nicht nur Service. AK ist auch Politik.

AK ist Politik

Wo sich das bemerkbar macht?

Immer und überall, wenn es gilt, Gesetze zu begutachten, Stellungnahmen abzugeben oder Forderungen für uns ArbeitnehmerInnen aufzustellen. In der Sozial-, der Umwelt-, der Beschäftigungs-, der Wirtschaftspolitik und im Arbeitsrecht leistet die AK wertvolle Grundlagenarbeit. Und diese wirkt in Gewerkschaften und Parteien hinein.

Kurz gesagt: Aufgabe der AK ist es, die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Interessen der ArbeitnehmerInnen umfassend – in enger Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften – gegenüber Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, Regierung und Gesetzgeber zu vertreten.

Zusätzlich entsendet die AK VertreterInnen in die Beiräte des Arbeitsmarktservice, in die Sozialversicherung, LaienrichterInnen in die Arbeits- und Sozialgerichte, betreibt ein eigenes AK-Büro in Brüssel u.v.m.

AK ist also Politik! Aber Politik ist bekanntlich nicht gleich Politik. Es kommt schon darauf an, wer die Richtung vorgibt, welche Schwerpunkte etwa in der Sozial-, Frauen-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik gesetzt werden, welche Themen wichtig genommen werden.

Darum AK Wahlen

Darum auch die AK-Wahlen. Welche Schwerpunkte, welche Positionen und welche Inhalte die Arbeiterkammer gegenüber Regierung, Gesetzgeber und Sozialpartnern vertritt, legt nämlich die AK-Vollversammlung, das ArbeitnehmerInnenparlament fest. Dort wird die politische Linie der Arbeiterkammern von den Fraktionen und ihren „Abgeordneten“ – den ArbeiterkammerrätInnen – diskutiert und beschlossen. Abhängig von den Mehrheitsverhältnissen und der Stärke der einzelnen Gruppierungen. Und diese Mehrheits- und Kräfteverhältnisse sind eben das Ergebnis von Wahlen. Und je stärker eine Fraktion ist, desto stärker wird sie gehört und desto stärker finden ihre Inhalte Eingang in die Arbeiterkammer und damit in die ArbeitnehmerInnenpolitik in Österreich.

Für uns Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen (AUGE/UG) ist eine aktive und starke AK gerade jetzt, wo wir es mit einer rechtskonservativen Regierung, die wie keine andere zuvor die Interessen der Großindustrie vertritt und unserer Gesellschaft spaltet, wichtiger denn je.

Wir wollen aber auch eine AK, die zukunftsorientierte, emanzipatorische, sozial und ökologisch ausgerichtete ArbeitnehmerInnenpolitik macht. Dafür machen wir uns stark. Durchaus mit Erfolg.

Die Arbeiterkammer ist ein wichtiger politischer Faktor in Österreich. Sie muss ein wichtiger politischer Faktor bleiben – und da wollen wir mit Deiner Hilfe ein gewichtiges Wort mitreden!