Wien

AK-Wahlen in Wien: 20. März bis 2. April 2019

Klaudia Paiha Spitzenkandidatin der AUGE/UG in Wien

Mit einer breit aufgestellte Liste von BetriebsrätInnen, NGO-AktivistInnen und GewerkschafterInnen kandidiert die AUGE/UG in Wien. Unter den prominenten Neuzugängen befindet sich auch ein „Altbekannter“: Karl Öllinger kehrt als AK-Rat zurück.

Die AUGE/UG Wien – die größte Landesgruppe der Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen – hat ihre Liste zur AK-Wahl 2019 gewählt. Spitzenkandidatin ist Klaudia Paiha, erfahrene Fraktionschefin der AUGE/UG im Wiener ArbeitnehmerInnenparlament. Die KandidatInnenliste ist eine gute Mischung aus erfahrenen AK-RätInnen und neuen KandidatInnen unter denen auch prominente Namen zu finden sind.

Das Wiener AUGE/UG-Spitzenteam (v.l.n.r.): Vera Koller, Karl Öllinger, Klaudia Paiha, Fritz Schiller, Viktoria Spielmann. Fotocredit: Johanna Folkmann

Klaudia Paiha Listenerste, WGKK-Vorstandsmitglied Fritz Schiller auf Platz 2

v.l.n.r.: Christine Petioky, Herbert Orsolits, Connie Lamm, Uschi Eisenmenger-Klug

Klaudia Paiha ist Bundessekretärin der Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB. Die gelernte Tischlerin und langjährige AK-Rätin vertritt die AUGE/UG im Vorstand der AK-Wien und ist ehrenamtlich in der Frauenarmutskonferenz und Flüchtlingsbetreuung aktiv.

Der Listenzweite Fritz Schiller ist Ökonom und Betriebsratsvorsitzender bei der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH. Der erfahrene Belegschaftsvertreter gilt über Fraktionsgrenzen hinweg als finanz- und lohnpolitischer Experte und ist Mitglied des Vorstands der Wiener Gebietskrankenkasse.

Prominenter Zuwachs – Karl Öllinger kehrt zurück zu seinen Wurzeln

Walter Braunsteiner, Flora Eder

Auf Listenplatz 4 kandidiert der ehemalige Grün-Politiker, Sozialexperte und engagierte Kämpfer gegen Rechtsextremismus, Karl Öllinger. Öllinger war vor seiner Parlamentskarriere Arbeiterkammerrat. Seine Motivation für die Kandidatur: „Ich will nicht zuschauen, wie die schwarzblaue Bundesregierung systematisch den Sozialstaat abbaut und – auch das wird sie sicher noch versuchen – die AK aushungert.“

BetriebsrätInnen und NGO-Experten auf vorderen Listenplätzen, prominente Solidaritätskandidaturen

V.l.n.r.: Jens Karg, Marion Polaschek, Sonja Müllner, Mesut Kimsesiz

Mit Jens Karg kandidiert ein ausgewiesener Freihandels-, Lebensmittel- und Umweltexperte mit jahrzehntelanger Umwelt-NGO-Erfahrung zur AK-Wahl. Mit Lukas Wurz tritt ein Kenner der österreichischen Sozialpolitik, mit Herbert Orsolits ein erfahrener Eisenbahn-Gewerkschafter an. Ebenfalls mit dabei: Flora Eder vom Verein neunerhaus, einem Hilfsverein für Obdachlose und Christine Petioky, Sozialarbeiterin und Betriebsrätin aus dem Fonds Soziales Wien, die auch auf internationaler Ebene für die Interessen der im Sozialbereich Beschäftigten aktiv ist.

Neuzugänge auf der Liste der AUGE/UG sind auch Viktoria Spielmann (Listenplatz 3), Beschäftigte im AMS, ehemalige ÖH-Vorsitzende und Mitinitiatorin des Frauen*volksbegehrens sowie Vera Koller (LIstenplatz 5) Arbeitsrechtsexpertin in der GPA-djp. Ebenfalls zum ersten Mal kandidiert Yvonne Gimpel, Geschäftsführerin der IG Kultur. Neu auf der Liste ist ebenfalls Karin Stanger, gelernte Restaurantfachfrau, ehemalige Vorsitzende der ÖH Uni Wien und ebenfalls aktiv im  Frauen*volksbegehren.

Traditionell stark verankert sind BetriebsrätInnen aus Universitäten und dem Sozialbereich. Mit Marion Polaschek kandidiert die stv. Betriebsratsvorsitzende des allgemeinen Personals auf der Uni Wien, mit Sonja Müllner eine Zentral-Betriebsrätin des Fonds Soziales Wien, mit Uschi Eisenmenger-Klug die Betriebsratsvorsitzende der Wien Museen. Auf vorderen Listenplätzen gewählt wurden Mesut Kimsesiz Betriebsrat der Firma Rheinmetall MAN, Walter Braunsteiner, stv. Betriebsratsvorsitzender der IT der Generali, Heimo Eberhard, Personalvertreter in der A 1 Telekom, Connie Lamm, stv. Betriebsratsvorsitzende in der Statistik Austria und Margit Hahn, Betriebsratsvorsitzende in der IT der Bank Austria und Betriebsrätin in der Bank Austria.

v.l.n.r.: Heimo Eberhard, Cecile Undreiner, Margit Hahn, Karin Stanger

Prominente Namen finden sich auf den hinteren Listenplätzen. Sigrid Maurer kandidiert ebenso auf einem Solidaritäts-Platz wie Albert Steinhauser.

Klaudia Paiha abschließend: „Wir treten zu dieser Wahl als Gruppe an, die sich klar und unmissverständlich gegen die Angriffe der Regierung auf die AK stellt. Wir treten allerdings auch für eine AK an, die sich für Klima- und Umweltschutz als zentrale Überlebensfragen stark macht, für Zusammenhalt statt Spaltung und Hetze und entschlossener als bislang für mehr Demokratie in der Arbeitswelt kämpft. Dazu braucht es eine starke AUGE/UG in der AK!“

Auf der Liste der AUGE/UG in Wien kandidieren insgesamt 159 KandidatInnen. Wir sind damit die Liste mit den drittmeisten KandidatInnen zur Wiener AK-Wahl – deutlich vor den Freiheitlichen, nur hinter FSG und ÖAAB.

Die AUGE/UG Wien hat bei der AK-Wahl 2019 8,1 % der Stimmen erreicht und damit das beste Wahlergebnis einer AUGE/UG-Ländergruppe zu einer AK-Wahl erzielt. Der Mandatsstand konnte von 14 auf 15 Mandate erhöht werden.